Rückkehrgespräche gehören zu den Kerninstrumenten betrieblicher Gesundheitspolitik. Gelungene Rückkehrgespräche stärken die Beziehung zwischen den Mitarbeitenden und ihren Vorgesetzten, schaffen Vertrauen und helfen, krankmachende Bedingungen am Arbeitsplatz frühzeitig zu entdecken und effizienzmindernde Faktoren in der Arbeitsgestaltung, den Arbeitsbedingungen, in der Kommunikation und in Betriebsabläufen zu identifizieren. Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Experten für ihren Arbeitsplatz gesehen und ernst genommen werden, können durch Rückkehrgespräche wichtige Impulse zur Lösung gesundheitsbeeinträchtigender Strukturen und Prozesse im Unternehmen gegeben werden. Erfolgreiche Rückkehrgespräche gelten daher als effektiv und effizient, wenn es darum geht, kostenintensive Krankenstände zu reduzieren.
Der Einsatz von Rückkehrgesprächen birgt jedoch auch eine Reihe von Gefahren für die Beziehung zwischen den Vorgesetzten und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Führungskräfte, die Rückkehrgespräche mit ihren Mitarbeitern führen, stehen vor der Herausforderung, zwischen einer interessiert wohlwollenden Haltung und sanktionierenden Maßnahmen wechseln zu müssen und dabei authentisch und glaubhaft zu bleiben.
Auf der Basis eines wissenschaftlichen Bezugsrahmens und der Analyse kontextueller Unternehmensbedingungen werden Führungskräfte in diesem Seminar geschult, Rückkehrgespräche erfolgreich zu meistern. Zentrale Komponenten des Trainings sind die Einführung in Ziel und Motivation von Rückkehrgesprächen, die rechtlichen Rahmenbedingungen und unternehmensinternen Richtlinien, das Erlernen eines idealen Gesprächsablaufs, die Reflektion der eigenen Grundhaltung im Gespräch, das Training zentraler Kommunikationsfähigkeiten und ein individuelles Coaching der Teilnehmer/innen bei schwierigen Gesprächssituationen.
Führungskräfte, Team- und Abteilungsleiter, Personalreferenten
1,5 bis 2,0 Tage