Konflikte treten überall dort auf, wo Menschen miteinander arbeiten, und sie sind nicht grundlegend nachteilig – denn durch das Auftreten von Konflikten können wertvolle und notwendige Veränderungen in Unternehmen erkennbar und in der Folge angestoßen werden.
Hierbei spricht man von sogenannten funktionalen Konflikten. Deshalb sollte es nicht darum gehen, Konflikte in ihrer Gänze zu vermeiden. Jedoch haben Konflikte nicht nur konstruktive Folgen für Unternehmen und Organisationen. Sie führen in starkem Maße auch zu negativen Konsequenzen.
Hierbei spricht man von sogenannten dysfunktionalen Konflikten. Einige Beispiele für Folgen dysfunktionaler Konflikte sind:
Diese Folgen von dysfunktionalen Konflikten führen zu erhöhten Kosten oder einer Gewinnminderung. Laut einer Studie der Österreichischen Wirtschaftskammer unter dem Namen „Neue Wege zur Ergebnisverbesserung“ liegt der Konfliktkostenanteil bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen bei 19% der Gesamtkosten.
Einer Konfliktkostenstudie der KMPG von 2009 sind weitere Konfliktkosten entnehmbar:
Der erste Schritt auf dem Weg zur Einsparung von dysfunktionalen Konfliktkosten liegt in einer systematischen Ursachenanalyse. Hierbei ist es notwendig, Systeme, Strukturen sowie Prozesse in der Organisation auf ihr Konfliktpotential hin zu durchleuchten und nicht „nur“ bei einem Menschen selbst oder in den zwischenmenschlichen Beziehungen zu suchen.
In der Folge ist durch ein systematisches Anknüpfen an diesen Ursachen die Entwicklung eines spezifischen Maßnahmenplans zur Reduzierung der dysfunktionalen Konfliktkosten möglich.