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Medizinische Burnout-Früherkennung

 

Burnout hat neben den persönlichen Entwicklungsbedingungen einen klaren medizinischen Aspekt. Zum einen gibt es als Folge von Burnout eine ganze Reihe von körperlichen Beschwerden und Erkrankungen, die auftreten. Zum anderen gibt es schon im Vorfeld medizinische Frühindikatoren, die auf eine drohende Burnout-Entwicklung hindeuten.

 

Cortisolspiegel bei BurnoutCortisolspiegel und Neurotransmitterbalance: Ein Frühwarnsystem im Körper. Cortisol ist ein Steroidhormon der Nebennierenrinde und ist für den Menschen lebensnotwendig. Es ist neben den Katecholaminen ein wichtiges Stresshormon und eignet sich auch zur Früherkennung von Burnout-Entwicklungen. Der Cortisolspiegel sinkt normalerweise über den Tag ab (vgl. Abbildung links). Die grünen Linien in der Grafik zeigen den Toleranzbereich des Corti-
solspiegels im Normalfall. Im Frühstadium eines Burnouts oder bei einer dauerhaften Stressüberlastung findet man einen stark erhöhten Cortisolspiegel. Die Nebennierenrinden produzieren viel, weil für die Bewältigung des Stresses viel davon gebraucht wird (rote Linie).

 

Folgen einer durch erhöhte Neurotransmitter verursachten Überaktivierung und eines erhöhten Cortisoltagesprofils sind:

  • Bluthochdruck
  • Herzrasen, Herzrhythmusstörungen,
  • Diabetes mellitus
  • Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • häufige Infektionen
  • erhöhtes Krebsrisiko
  • Depression, Angststörung und Schlafstörung

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass chronisch erhöhte Cortisolspiegel mit einer ganzen Reihe krankhafter Veränderungen im Organismus einhergehen.

 

HRV MessgerätDieser in der Frühphase erhöhte Cortisolspiegel verändert sich bei anhaltendem Belastungszustand, weil die Nebennierenrinde diese übermäßige  Ausschüttung von Cortisol auf Dauer nicht leisten kann. Daher kommt es nach einer Phase der Hochleistung zu einem plötzlichen Abfall der Leistung und der Cortisolspiegel sinkt wieder (blaue Linie). Durch den niedrigen Cortisolspiegel bereits am Morgen kommt es dann in dieser Phase zu Mattigkeit, Antriebsschwäche, vermehrten Entzündungen und Störungen der Immunfunktion.

 

 

 

 

 

Das Messgerät für die Herzratenvariabilitätsmessung.

 


Ein weiterer Frühindikator für einen erhöhten Belastungszustand: die Herzratenvariabilität. Die Herzratenvariabilität (HRV) ist ein Maß für die allgemeine Anpassungsfähigkeit eines Organismus. Bei gesunden Menschen reagiert das Herz auf äußere und innere Signale mit  feinen Variationen der Herzschlagfolge, d.h. die Herzschläge sind bei einem gesunden Menschen nicht ganz regelmäßig, sondern weisen kleine Verlangsamungen oder Beschleunigungen auf. Eine variable Herzfrequenz deutet auf einen positiven Gesundheitszustand hin, ein starrer Puls hingegen auf eine sehr bedenkliche Situation.
Zur Unterstützung der Diagnose eines Burnout-Syndroms kann die Herzratenvariabilität überprüft werden. Hierzu wird mittels eines tragbaren EKG-Gerätes eine 24-Stundenmessung vorgenommen. Nach der Auswertung erhält man eine sog. Lebensfeuergrafik (siehe Abbildung 12), die die Herzratenvariabilität über 24 Stunden anzeigt.

 

Herzratenvariabilitätsmessung

Abbildung: Zwei 24-Stunden-Messungen der Herzratenvariabilität. Oben: eine 45-jährige Ärztin mit insgesamt gutem Gesundheitszustand. Unten: ein 46-jähriger Manager mit hohen Stresswerten und keinem erholsamen Schlaf.

 

Dieses Neurohormontestpaket bekommen Sie vorab zugeschickt. Damit können Sie die notwendigen Urin- und Speichelproben über den Tag verteilt selbst abnehmen und per beigefügtem, frankiertem Rückumschlag direkt an das Labor schicken.

Neurohormon Testpaket

 

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